Trauerrednerin

Ursula Schulte

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser!

Mit einigen kurzen Gedanken möchte ich Ihnen vorstellen, was ich unter der Aufgabe des Trauerredners verstehe und was ich für wichtig halte.
Viele Menschen leben und sterben mit dem festen Vertrauen, dass ihre Heimat der Himmel ist und sie nach dem Tod in Gottes Liebe ewig leben.
Aber was ist mit den Menschen, die diesen Glauben nicht haben, davon garnichts erfahren haben, in ihrem Leben aus den verschiedensten Gründen mit der Kirche nicht mehr klar kamen, ganz bewusst sich von der Kirche und ihrer Botschaft distanziert haben? Aber auch viele Menschen, die noch Mitglied einer Kirche sind, können mit den Texten, Gebeten und Liedern die bei einer kirchlichen Feier üblich sind nicht mehr viel anfangen. Und das gilt auch für viele Gäste einer Trauerfeier.

Als Trauerrednerin verstehe ich meine Aufgabe in zweifacher Weise:

Ich möchte die Angehörigen gut durch die Abschiedsfeier geleiten, ihnen einen bewussten, tröstlichen Abschied ermöglichen. Vor allem aber möchte ich die Einzigartigkeit des/der Verstorbenen aufzeigen, sozusagen im Namen der Trauergemeinde sein/ihr Leben und das, was von ihm/ihr bleibt würdigen.

Die Angehörigen werden eingeladen, wenn sie mögen und in der Lage sind, sich an der Vorbereitung, der Gestaltung und auch der Durchführung der Feier zu beteiligen. Das kann in ganz unterschiedlicher Weise geschehen. Vielleicht erinnern sie sich an bestimmte Musik, Lieder die gesungen werden sollen, an ein Bild, das typisch ist für den Verstorbenen. Oder sie möchten einen bestimmten Text in der Feier gelesen haben oder selber vorlesen. Manchmal werden von anderen noch Abschiedsworte gesprochen. Was, in Absprache mit den Angehörigen, in die Feier einfließen soll und was ich an Gestaltung einbringen kann, stelle ich den Angehörigen in einem Entwurf für die Trauerfeier vor. Sie sollen wissen, was auf sie zukommt.

Meine Ausbildung zur Trauerbegleiterin hat mich sensibel gemacht für das Umfeld, in dem die Angehörigen sind. Das bewusste Erleben und Durchleben des Abschieds ist mir ein großes Anliegen. Die gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Bestatter, den Musikern auch mit den Floristen, alles das trägt zum Gelingen des Abschieds bei. Bei den Angehörigen und auch bei mir als Trauerrednerin. Ein bewusst erlebter Abschied, auch wenn er schmerzhaft und traurig ist, hilft den Angehörigen sich ihrer Trauer zu stellen und den Trauerprozess in Gang zu bringen.

Herzlichst
Ursula Schulte

 

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Das ist Ben

Menschen zu begleiten, ist schon immer meine Leidenschaft. Ich persönlich habe mich schon sehr früh in meinem Leben von Menschen verabschieden müssen, die mir wichtig waren und heute noch sind. In diesen Zeiten hätte ich mir Begleitung gewünscht. Ich bin intensiv für die Menschen da, lerne mit jeder Familie und nehme etwas für mein eigenes Leben mit. Gerade deswegen bedeutet mir die Trauerarbeit sehr viel.

Was mich besonders auszeichnet, sind meine eigenen Erlebnisse und die Wege, die ich gegangen bin. Denn so wurde ich zu dem Menschen, der ich heute bin. Zu einem Menschen, der es liebt, andere Menschen zu begleiten.

Ich begleite Sie und Ihre Familie und gehe ein Stück des Weges mit Ihnen.

Für eine freie Trauerfeier spricht die Tatsache, dass ganz alleine der Verstorbene im Mittelpunkt der Zeremonie steht. In meiner Welt ist eine freie Trauerfeier so individuell, wie es das Leben des Verstorbenen war.

Ich nehme mir für Sie Zeit, um in einem intensiven Gespräch genau zu erfahren, was den Menschen ausgezeichnet hat, über welchen ich spreche und gestalte mit Ihnen gefühlvoll den Abschied.

 

BEN PANDOLFI – FREIER REDNER

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