FAQ Details

Gibt es eine Regelung für Sonderurlaub wegen einer Bestattung?

Unser Berufsverband, der Verband unabhängiger Bestatter e.V., hat sehr gut zusammengefasst, worauf es hierbei ankommt: 

Wer hat Anspruch? 

Solche, die den Tod eines „nahen Angehörigen“ betrauern. Hierunter fallen die Großeltern und Eltern, Ehegatten oder Lebenspartner, Geschwister, Kinder bzw. Enkelkinder. Unter besonderen Umständen kann man hier auch nahestehende Personen rechnen, welche lange Zeit im gleichen Haushalt gelebt haben oder eine sonstige sehr enge, persönliche Beziehung zum Verstorbene bestand. 

Wie reiche ich ihn ein?

Der Antrag muss so formuliert sein, dass dem Arbeitgeber klar ersichtlich ist, dass es sich um eine Freistellung von der Arbeit ohne Nutzung eines Jahresurlaubstages handelt. Im besten Fall stellt der Bestatter eine Arbeitgeberbescheinigung aus und bittet in diesem Antrag direkt um die Freistellung. Viele Arbeitgeber fordern zur Vorlage beim Steuerbüro eine Sterbeurkunde, hier reicht eine Kopie völlig aus.

Woher weiß ich sicher, ob ich darauf Anspruch habe?

Grundsätzlich besteht Anspruch entweder auf Gesetzeslage oder es ist aus dem Tarif- bzw. Arbeitsvertrag ersichtlich. Hierbei muss berücksichtigt werden, dass es sich hierbei um eine Freistellung handelt und der Arbeitgeber nicht dazu verpflichtet ist, für diesen Tag Lohn zu berechnen. (vgl. § 616 S.1 BGB)

Wann muss ich ihn einreichen?

Sobald bekannt ist, wann dieser Sonderurlaubstag genommen werden soll (=Beerdigungstag, erfährt man meist erst ein paar Tage nach dem Tod des Verwandten).

Lesen Sie viele weitere Fragen in unseren FAQ. Wenn Ihre Frage nicht dabei war, senden Sie uns eine E-Mail.

Zuletzt aktualisiert am 08.10.2019 von Best. Klein.

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